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Swim Science Saturday #2.5

Lesedauer 3 Minuten

…wer hat Angst vor’m offenen Gewässer?

„Wohin mit mir im Starterfeld?“

#5 Rennsituation

Ein weiterer Punkt ist das Schwimmen in der Gruppe bzw. im Wettkampf. Hier spielt der grundsätzliche Umgang mit dem Wettkampf(stress) eine Rolle. Wie kommt bzw. geht man mit dem Wettkampfstress um? (siehe auch #1 Situation) Zu welcher Spezie gehört man? Eine wichtige Voraussetzung für „schnelle“ Schwimmzeiten ist, daß man den „Rennstress“ im Griff hat. Dies hat aber nichts mit dem Schwimmen im Freiwasser zu tun.
Den Faktor Schwimmen in der Gruppe kommt man aber „nicht aus“. Hier spielt die Rennstruktur eine Rolle. D.h. wie läuft im Triathlonsport das Schwimmen ab? Was hat aber mit einem erfolgreichen Abschluss der ersten Disziplin zu tun? Die Antwort ist relativ simple: ALLES
Wie läuft nun die erste Disziplin eines Triathlon ab?
Schwimmstart und die Meter zur ersten Boje:
Je nach schwimmerischen Niveau ist die Position im Startfeld wichtig. Stehe ich zu weit vorne werde ich ggf. „überschwommen“. Bin ich zu weit hinten positioniert muss ich mich ggf. durch das Feld kämpfen. Hinzu kommt wo stellt man sich hin? eher am Rand in der Mitte und wo am Rand?
Im Training ist dies kaum zu realisieren. Daher ist Erfahrung der beste Trainer. Hier bieten sich kleine persönliche „unwichtige“ Rennen an. Dadurch entsteht zumindest für den Vorstart und Startprozedere mehr Sicherheit.
Erfolgt dann der Startschuss kommt es zu dem bekannten „Hauen und Stechen“. Selbst für mich ist und war dies als sehr guter Schwimmer eine Herausforderung. So gab es für mich auch mal ein blaues Auge.
Zu dem „Bodycontact“ kommt die hohe Startgeschwindigkeit hinzu. Die ersten Meter sind hier die härtesten des gesamten Rennen.
Das ganze kann perfekt in einer Trainingsgruppe und gar im Pool trainiert werden. Weiter ist die hohe Intensität/Belastung bei einem „Schwimm-Triathlon-Training“ zu Beginn ein Standard. D.h. nach einem kurzen Einschwimmen folgen hochintensive Meter im Becken.
Meist nach der ersten Boje (bei den meisten Rennen ca. 3-400m) hat sich das Feld sortiert und man findet seinen Rhythmus und vielleicht einen Schwimmpartner.
Lösungsansatz:
Wie immer ist Wettkampf das beste Training. Daher bringt die Routine die Sicherheit wo man sich z.B. im Vorstartbereich positioniert.
In einer Trainingsgruppe können auch problemlos die ersten Meter (Becken /Openwater) simuliert werden. Hier kann einmal absichtlich am Fuß, Schulter,… festgehalten werden.
Je näher die ersten Rennen rücken desto spezifischer muß das Schwimmtraining werden. D.h. das Training muß der Rennstruktur entsprechen. So werden nach dem Startschuß/Trainingsbeginn die ersten Meter hochintensiv geschwommen. Nach ca. 400m hat sich im Rennen das „Feld“ geordnet. So sollte auch das Training anschießend ruhiger geschwommen werden. In Richtung Schwimmziel erhöht sich das Tempo in Rennen und Training wieder. In der praktischen Umsetzung kann ein Training wie folgt aussehen. Kurzes Einschwimmen 5-10min, je nach Trainingszustand bzw. Vorwettkampfphase hochintensive Serien (mit kurzer Pause) á 25-100m bis hin zu 1-2x 400m. Auch kann innerhalb einer Einheit mit der Geschwindigkeit gespielt werden. Dies simuliert theoretische Tempoverschärfungen während der ersten Teildisziplin. Das ganze hängt von der Renndistanz (Sprint- bis Langdistanz) und Zielsetzung (Hobby bis Profisport, Meisterschaften, Liga, Qualifikation,…) ab.
Eine sogenannte „Laktatverträglichkeit“ spielt eine große Rolle. D.h. in der Startphase kommt man schnell durch die Geschwindigkeit und Fremdberührungen in den „roten Bereich“.

„Rennstress-Startgetümmel“

Für mehr Informationen, Unterstützung,… kannst du mich gerne kontaktieren: kontakt@tillytreetraining.de

…in der kommenden Woche geht es in der achtteiligen Reihe weiter..
.. stay tuned…