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Swim Science Saturday #2.2

Lesedauer 2 Minuten

…wer hat Angst vor’m offenen Gewässer?

„ruhig liegt der See“

#2 Örtlichkeit/Location

Es ist relativ Logisch und wohl für jeden Einleuchtend. Im freien Gewässer fehlt der Beckenrand. Hier entfällt ganz einfach das Abstossen von diesem.
Schwimmt man z.B. 1500m im Becken „Zeit“ und das ganze auf einer 25m Bahn so wendet man 45x. Grundsätzlich erreicht ein Schwimmer nach dem Startsprung bzw. nach dem Abstossen die höchste Geschwindigkeit auf der Bahn. Geht man z.B. davon aus, durch die Wende und den explosiven Abstoß 2Sekunden p. Bahn zu gewinnen. So, schwimmt man 2min schneller als wenn man die 1500m am Stück schwimmt.
Nun wird der aufmerksame Leser zu recht feststellen, daß man im offenen Gewässer meist mit einem Neopren schwimmt. Dieser sorgt dann für eine bessere Wasserlage und dadurch auch über theoretisch schnellere Zeiten im Openwater.
Trotzdem kann man sich diesen technischen Vorteil zu Nutze machen?
Man kann es „drehen“ wie man möchte, es fehlt der Beckenrand. Bei jeder Wende bzw. den entsprechenden Abstoß findet eine „kurze Erholung“ statt. Die Arme haben eine zusätzliche Möglichkeit (neben der „Überwasserphase“) sich zu erholen.
Das ganze kann man auch mit dem Radfahren auf der Rolle und dem Radfahren auf der Straße vergleichen. Nur hier ist die erhöhte Belastung eher auf der Rolle (primär Training) als auf der Straße. Auf der Rolle tritt man die ganze Belastung (Dauer/Zeit). Hingegen beim fahren auf der Straße bzw. Gelände gibt es Phasen wo man es „rollen lassen“ kann.
Lösungsansatz:
Um seine Fähigkeiten vom Becken ins Freiwasser zu transformieren hilft nur das Schwimmen/Training im Freiwasser. D.h. sobald es die Wassertemperaturen (mind. 14°Grad) zulassen sollte mind. einmal p. Woche im offenen Gewässer geschwommen werden. Ziel ist hier das Schwimmen ohne Pause. Hier wird neben der muskulären Dauerbelastung noch weitere Freiwasserfähigkeiten für schneller Schwimmzeiten trainiert.

„passt die Wassertemperatur?“

Für mehr Informationen, Unterstützung,… kannst du mich gerne kontaktieren: kontakt@tillytreetraining.de

…in der kommenden Woche geht es in der achtteiligen Reihe weiter..
.. stay tuned…

…wie alles begann… (Part 1)

Lesedauer 2 Minuten
POLAR Sport Tester
Polar Sport Tester

Ich möchte dich auf meinen Weg zu Training mit Herzfrequenzmessung, Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung mitnehmen.

Viel Spaß


Seit 1984 bin ich Triathlet. In den ersten Jahren dieser Sportart trainierte man nach „Gefühl“, gerne auch nach dem Prinzip „trial and error“. Schon damals zahlte sich Kontinuität aus. So entwickelte sich auch meine Leistung und ich wurde nach und nach besser, schneller. Ein Trainingstagebuch führte ich bereits Mitte der 80er Jahre (dies ist einen weiteren Blog wert), hier notierte ich Dauer, Umfang und teilweise die Zwischenzeiten einzelner Trainingseinheiten. Ende der 80er Jahre war mein klares Ziel, in den Bayernkader zu gelangen. Hierzu musste ich bei ausgewählten Wettbewerben in die Top 10 kommen, um an entsprechende Punkte zu gelangen. 1990 war es dann soweit, meine Zielstrebigkeit machte sich bezahlt und ich schaffte den Sprung in den Bayernkader. Hier war damals Roland Knoll aktiv (ehem. deutscher Triathlon Meister und Bundestrainer).

In den 90er Jahren begann im Triathlon das Zeitalter der Herzfrequenzmessgeräte und der Leistungsdiagnostik. Das Ganze wurde auch durch die „Wende“ vorangetrieben. Ehem. Trainer und Sportwissenschaftler kamen in den Westen und öffneten sich dem „breiten“ Markt. Da Triathlon schon immer offen für unterschiedliche Innovationen war, sprangen viele Top-Athleten auf dieses Angebot an. Die Galionsfigur im Bereich Triathlon und Herzfrequenzmessung war Pauli Kiuru. Der Finne wurde damals von der Firma Polar unterstützt. Diese entwickelte bereits Anfang der 80er Jahre (dies ist einen weiteren Blog wert) den ersten „portablen“ Herzfrequenzmesser.
Innerhalb des bayrischen Triathlonverbands wurde die Kooperation mit einem (vielleicht auch dem ersten) leistungsdiagnostischen Institut aufgenommen. Diese befand sich unter dem Namen MEDI SPORT (später Predia Sport) in Regensburg. Alle Mitglieder des Bayernkader kamen nun in den Genuss einer leistungsdiagnostischen Betreuung. Dies war bisher nur den nationalen Kadern vorbehalten.
So kam auch ich Ende 1990 erstmals mit Begrifflichkeiten wie Trainingssteuerung, Leistungdiagonstik, Rahmentrainingsplan, Parameter, Grundlagentraining, Kraftausdauer,… in Berührung.
Da saß der frisch formierte Bayernkader ’91/’92, wie Schulkinder am ersten Schultag und lauschte gebannt (oder auch überfordert) den Formulierungen zum Thema „Training“ von Thomas Gleißner. Einige, u.a. auch Roland Knoll, arbeiteten bereits mit dem Team von MEDI SPORT zusammen. Ein weiterer Nutzer war Dirk Aschmoneit (German Rambo).
Für mich war das ganze zu Beginn eher „ein böhmisches Dorf“.
Im nächsten Schritt der Betreuung folgte die KLD (komplexe Leistungsdiagnostik). Ein Stufentest mit einer Atemgasanalyse (Spiroergometrie). Hierbei wird die Leistungsfähigkeit in Trainingsbereichen, „Stärken“ u. „Schwächen“,… ermittelt und noch heute ist die „Stunde der Wahrheit“ (auch wenn es hierzu „Weiterentwicklungen“, Ansätze,… gibt) von Sportler gefürchtet.
Weiterlesen im nächsten Blog „stay tuned„….