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Swim Science Saturday #2.4

Lesedauer 2 Minuten

…wer hat Angst vor’m offenen Gewässer?

#4 Material

Wer kennt sich nicht, die die gerne es auf das Material schieben wenn etwas wieder nicht geklappt hat.
Beim Schwimmen im offenen Gewässer kann „nur“ der Neopren/Wetsuit schuld sein. Hier kann man einen häufig zitierten Satz verwenden: „…dann prüfet wer sich ewig bindet“ Gut ein Neopren ist kein Eheversprechen, aber trotzdem ist ein Test vor dem Kauf zu empfehlen. Hier werden deutschlandweit unterschiedliche „Neopren-Test-Events“ angeboten. Persönlich würde ich maximal drei Modelle/Hersteller testen. Schnell verliert man einen objektiven Eindruck welcher Anzug einem wirklich „passt“. Als Erleichterung empfiehlt es sich sein persönliches Budget vorher festzulegen. Natürlich wird ein „hochpreisiger“ Anzug „leichter“ schwimmen lassen als einer im „unterpreisigen“ Segment. Was aber Grundsätzlich sich nicht deutlich in der Geschwindigkeit niederschlagen wird.
Die Zeiten von schlecht, unflexibelen, mangelende Verarbeitung der Neoprenanzüge ist fast vorüber. So schwamm ich in den 80zigern mit einer „gut“ gemeinten Neoprentechnologie. Diese bestand aus einem durchgehenden Reisverschluss (von Fuß bis Hals), extrem Dicken Neopren im Rückenbereich, spezieller Oberfläche,… . Dieser Anzug war eigentlich unschwimmbar. Durch den durchgehenden Reisverschluss veränderte sich die Passform und „Bewegungsfreiheit“. Man brauchte viel Kraft die Arme nach vorne zu bewegen und der Neopren bestimmte fast wie der Zug unter Wasser verlief. Die „Neoprentechnologie“ im 21Jahrhundert sehr hoch ist. D.h. Flexibilität und Auftrieb sind bei den führenden Hersteller top. Hier spielt dann das persönliche Empfinden, Glaubensfrage, Emotionen,… eine Rolle. Natürlich ist das ganze auch eine Preisfrage.
Trotz der hohen Flexibilität der modernen Neopren besteht beim Schwimmen mit diesen trotzdem ein höherer „Kraftaufwand“. Hinzu kommt die bereits in #3 Örtlichkeit/Location behandelte „Dauerbelastung“.
Darum sind die Grundlagen für schnelle bzw. schnellere Schwimmzeiten die Verbesserung der Beweglichkeit im Schulterbereich und Optimierung der spezifischen und unspezifischen (Krafttraining) Kraft.
Lösungsansatz:
Dieser ist relativ einfach, individuelle und passende Wahl eines Neoprenanzug.
Regelmäßiges Freiwasser-, Beweglichkeits- und Krafttraining

„eine zweite Haut“

Für mehr Informationen, Unterstützung,… kannst du mich gerne kontaktieren: kontakt@tillytreetraining.de

…in der kommenden Woche geht es in der achtteiligen Reihe weiter..
.. stay tuned…

Swim Science Saturday #2.3

Lesedauer 3 Minuten
„stimmt der innere Kompass?“

#3 Orientierung

Ein weiterer Faktor der „Verschlechterung“ der Schwimmzeiten (Becken -> Freiwasser) ist die Orientierung im Openwater.
Im Becken ist meist nach 50m Ende und es folgt die Wende. So ist die Orientierung über Wasser vernachlässigbar. Unter Wasser hat man die Orientierung durch die Kacheln bzw. Markierung der Bahn.
Einmal schwimmt man grundsätzlich nicht unbedingt „gerade“. Die Ursache kann z.B. die Atemtechnik sein. Hier wird die Richtung durch einen „zweier, vierer,… Zug“ zu beeinflusst. Ein „dreier Zug“ soll zumindest ein „geraderes“ Schwimmen ermöglichen. Wobei ich dies nur bedingt unterschreiben würde. Ich schwimme einen zweier und je nach Fitness und Belastung einen vierer Zug und schwimme „relativ gerade“.
Eines darf man bei einem zweier, dreier, … Zug nie unterschätzen. Man befindet sich im offenen Gewässer. Hier ist man Wind, Strömung,… ausgeliefert. Dies muß man bei seiner „Kursberechnung“ mit einbeziehen.
In meinen Augen ist dies aber nicht der ausschlaggebende Faktor für „langsamere“ Schwimmzeiten.
Ein Großteil für die Verschlechterung der Schwimmzeiten ist, daß häufige Kopf heben zur Orientierung um auf „Kurs“ zu bleiben. Ganz klar ist, daß man „regelmäßig“ sich im Freiwasser orientieren muss. Die Frage ist aber das „wie“. Klar ich muss den Kopf heben um etwas zu sehen. Ich stelle immer wieder fest, daß hier der/die Schwimmer:in bei dem Kopf heben den Schwimmrhythmus unterbricht. Gerne wird auch der komplette Kopf aus dem Wasser gehoben, was fast zum Stillstand sorgt. Es entsteht ein unruhiger Schwimmrhythmus und es muß immer wieder durch das „stoppen“ wieder beschleunigt werden.
Daher ist es im Training (Becken oder See) wichtig dies zu trainieren um im Flow zu bleiben. Hier kann auch mit der Kopfhöhe gespielt werden. D.h. wie hoch muß ich den Kopf aus dem Wasser „heben“ um eine grobe Orientierung zu erhalten. Eine grobe Orientierung reicht meist aus. Grundsätzlich sollte man vor dem Schwimmstart (Training oder Wettkampf) sich mit den Begebenheiten im Gewässer vertraut machen. Welchen großen und prägnanten Punkt nehme ich als Orientierung? Dies kann ein Haus, Baum, Mast,… sein. Im Wettkampf muß natürlich dieser große Orientierungspunkt zu der „ersten Boje“ passen. Orientiere ich mich z.B. vor dem Rennen nur an den Bojen ist die Orientierung im Wasser dann ein schwieriges Unterfangen, da sich der Blickwinkel deutlich verändert. Habe ich aber eine große Orientierung am Land im Visier ist die Navigation dann deutlich einfacher.
Ein weiterer Faktor zu dem Thema „Orientierung“ ist der „Kontrollverlust“. Im Becken hat man eine relative Kontrolle über die Situation. Man sieht den Grund, ist durch Leinen „geschützt“ bzw. geführt und nach 25 oder 50m ist der Beckenrand nahe. Im Freiwasser fallen alle diese „Sicherheiten“ weg. Den Grund sieht man meist nur zu Beginn (und manche möchten auch nicht sehen was unter einem Schwimmt), dass nächste Land ist vielleicht 300 oder gar weiter entfernt.
Hier beginnt unser Kopfkino zu arbeiten. Diese Psychologische Hürde kann ich euch nur bedingt nehmen. In meinem Fall sage ich mir (wenn es notwendig ist) Mantraartig „was kann mir im offenen Gewässer passieren?“
Zum einen trage ich einen Neopren. D.h. ich gehe nicht unter, selbst wenn ich einen „Krampf im Fuß“ bekommen sollte gehe ich nicht unter. Mit meinen Armen schaffe ich es bis zum nächsten Land. „Gefährliche Tiere“? Fische „hauen“ meist von dem Schwimmlärm ab. Maximal macht ein Schwan Stress. Darum sollte man hier eher einen großen Bogen um diese schwimmen. Durch das tragen von „leuchtenden“ Bademützen und bei Bedarf sog. Schwimmbojen werde ich von anderen Wassersportlern gesehen. Um einfach sich selbst vor solchen Kontakten zu schützen empfiehlt es sich einfach aufmerksamer zu schwimmen. (Aus Sicherheit für die anderen Mitdenken).
Da diese Situation „Kopfsache“ ist und dir mein Ansatz nicht weiterhilft. Empfiehlt es sich etwas tiefer zu gehen. D.h. wie auch bei Thema #1 Situation sich einfach professionelle Hilfe zu holen. Mit dieser kannst du deine persönlichen Skills bezüglich dem „Kontrollverlust“ im Freiwasser erarbeiten.
Lösungsansatz:
Schwimmst du bisher einen 2er oder 4er Zug kannst gerne dir den 3er Zug aneignen. Dies erfolgt durch einfach „Machen“. Der Vorteil ist hier auch noch eine „gleichförmigere“ Belastung auf die unterschiedlichen Muskelgruppen.
Um beim Orientieren im Schwimmflow zu bleiben kannst du beim Beckentraining dies durch heben des Kopfes während des Schwimmen üben. Gerne kannst du hierfür eine spezielle Serie schwimmen. Dein Fokus liegt hier klar auf das heben des Kopfes mit der Zielsetzung im Schwimmflow zu bleiben liegen kann. Je kürzer die Streckenlängen (25m oder 50m) desto leichter fällt es den Fokus auf die Übung zu behalten.
Um Herr über die Situation des „Kontrollverlust“ zu werden sich professionelle psychologische Unterstützung holen.

„suche dir deinen Leuchtturm zur Orientierung“

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Swim Science Saturday #2.2

Lesedauer 2 Minuten

…wer hat Angst vor’m offenen Gewässer?

„ruhig liegt der See“

#2 Örtlichkeit/Location

Es ist relativ Logisch und wohl für jeden Einleuchtend. Im freien Gewässer fehlt der Beckenrand. Hier entfällt ganz einfach das Abstossen von diesem.
Schwimmt man z.B. 1500m im Becken „Zeit“ und das ganze auf einer 25m Bahn so wendet man 45x. Grundsätzlich erreicht ein Schwimmer nach dem Startsprung bzw. nach dem Abstossen die höchste Geschwindigkeit auf der Bahn. Geht man z.B. davon aus, durch die Wende und den explosiven Abstoß 2Sekunden p. Bahn zu gewinnen. So, schwimmt man 2min schneller als wenn man die 1500m am Stück schwimmt.
Nun wird der aufmerksame Leser zu recht feststellen, daß man im offenen Gewässer meist mit einem Neopren schwimmt. Dieser sorgt dann für eine bessere Wasserlage und dadurch auch über theoretisch schnellere Zeiten im Openwater.
Trotzdem kann man sich diesen technischen Vorteil zu Nutze machen?
Man kann es „drehen“ wie man möchte, es fehlt der Beckenrand. Bei jeder Wende bzw. den entsprechenden Abstoß findet eine „kurze Erholung“ statt. Die Arme haben eine zusätzliche Möglichkeit (neben der „Überwasserphase“) sich zu erholen.
Das ganze kann man auch mit dem Radfahren auf der Rolle und dem Radfahren auf der Straße vergleichen. Nur hier ist die erhöhte Belastung eher auf der Rolle (primär Training) als auf der Straße. Auf der Rolle tritt man die ganze Belastung (Dauer/Zeit). Hingegen beim fahren auf der Straße bzw. Gelände gibt es Phasen wo man es „rollen lassen“ kann.
Lösungsansatz:
Um seine Fähigkeiten vom Becken ins Freiwasser zu transformieren hilft nur das Schwimmen/Training im Freiwasser. D.h. sobald es die Wassertemperaturen (mind. 14°Grad) zulassen sollte mind. einmal p. Woche im offenen Gewässer geschwommen werden. Ziel ist hier das Schwimmen ohne Pause. Hier wird neben der muskulären Dauerbelastung noch weitere Freiwasserfähigkeiten für schneller Schwimmzeiten trainiert.

„passt die Wassertemperatur?“

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