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Swim Science Saturday #2.8

Lesedauer < 1 Minute

…wer hat Angst vor’m offenen Gewässer?

„Erfolg ist die Summe aus dem einzelnen“

Zusammenfassung:

Um sein Potential vom Schwimmbecken in das offene Gewässer zu transferieren sind unterschiedliche Voraussetzungen verantwortlich.
#1
Wie gehe ich mit der Situation um? (Rennstress)
#2
Ist die Grundvoraussetzung gegeben? (regelmäßiges Schwimmtraining im offenen Gewässer)
#3
Beherrsche ich die Skills von Navigation bzw. Orientierung im freien Gewässer? (Orientierung)
#4
Verfüge ich über einen passenden Neopren? (Material, !dieser ist nicht grundsätzlich für deine Openwater-Performance verantwortlich)
#5
Beherrsche ich das 1×1 der Renn-/struktur bzw. -strategie? (Rennsituation)
#6
Hast du im Schwimmtraining dein „Belastungs-/ und Geschwindigkeitsgefühl“ geschult? (Pacing wird im Pool trainiert)
#7
Ist dein Center (Rumpf/Rückenmuskulatur) stabil? (Stabilität gehört zur Grundvoraussetzung für „schnelle“ Schwimmzeiten)

Für mehr Informationen, Unterstützung,… kannst du mich gerne kontaktieren: kontakt@tillytreetraining.de

Für die Angst im offenen Gewässer zu schwimmen gibt es auch einen Fachbegriff:
Thalassophobie

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„…es ist immer Kopfsache…“

Swim Science Saturday #2.7

Lesedauer 2 Minuten

…wer hat Angst vor’m offenen Gewässer?

„Schwimmen ist balancieren im Wasser“ (Tilmann Baum)

#7 Stabilität

Eine alte Trainerweisheit sagt: „Ein erfolgreicher Athlet kommt aus der Mitte“. Aber warum brauche eine gute Rumpf/Rücken Stabilität für das Schwimmen mit Neopren im offenen Gewässer? Eine stabile/kräftige Corestabilität ist Grundsätzlich wichtig. Dies schützt u.a. vor Verletzungen, lässt uns auf dem Rad hohe Widerstände (verletzungsfrei) treten oder bei dem abschliessenden Lauf eines Triathlon noch unser läuferisches Potential entfalten.
Beim Schwimmen sorgt ein stabiler Rumpf/Rücken für eine „bessere“ Wasserlage („long boats are faster“). Dies ist ein Garant für ein schnelleres Schwimmen. Im freien Gewässer hat eine hohe Stabilität den Vorteil, daß bei unruhigen Wasser der/die Schwimmer:in ruhiger im Wasser liegt. Je instabiler man ist desto leichter machen Wellen mit einem was sie wollen. So wird man zum „Spielball“ der Welle. Natürlich ist dies eher im Meer der Fall. Trotzdem darf man Wellen im Seen nicht unterschätzen.
Ebenfalls ist man immer im Vorteil bei einer stabilen Muskulatur im Rumpf/Rücken bei dem „Neopren-Verbot“ (z.B. hohe Wassertemperatur). Der Neopren dient in erster Linie als Kälteschutz. Als positiver Nebeneffekt ist der Auftrieb zu sehen. In den letzten Jahren haben sich die Rennen (Triathlon) mit einem „Neopren-Verbot“ gehäuft. Ob mit oder ohne Kälteschutz geschwommen wird liegt nicht in unserer Macht. Wir können aber alles dafür tun uns nicht von dieser „Unbekannten“ abhängig zu machen.
Lösungsansatz:
Regelmäßiges Rumpf/Rückentraining sorgt für einen stabile Core-Musklatur. Hier reichen einfache Übungen aus. Die Übungen können „überall“ problemlos durchgeführt werden. Z.B. vor dem Fernseher, kurz vor dem Schwimmtraining (perfektes Warm up Programm), kurz nach dem Aufstehen,… . 3-4x pro Woche á 15min wirken schon „Wunder“.

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„Stabilität ist die Grundlage für alle Sportarten“

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Swim Science Saturday #2.6

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…wer hat Angst vor’m offenen Gewässer?

#6 Pacing

Eine Ursache „langsameren“ Schwimmzeiten im freien Gewässer kann auch fehlendes Pacing sein. Im freien Gewässer fehlt dem Schwimmer*in eine zeitliche Orientierung.
Das Gefühl spielt dann eine extrem große Rolle. Im Becken kann sich der Schwimmer*in mit Hilfe der klassischen Stoppuhr am Beckenrand steuern bzw. kontrollieren. Aus meiner Erfahrung als Trainer wird „selten“ das Schwimmtraining mit Hilfe dieser Uhr gesteuert bzw. das „Tempogefühl“ geschult. So wird das schwimmerische Ergebnis beim Triathlon zu einem Glücksfall.
Hat man im Rennen z.B. einen Schwimmpartner gefunden der scheinbar für einen persönlich ein optimales Tempo schwimmt lässt man sich gerne von diesem „einlullen“. Fehlt ein antrainiertes „Tempogefühl“ kann schnell das Rennen an einem vorüberziehen. Man verpasst ggf. eine „schnellere Gruppe“ bzw. bleibt hinter den Möglichkeiten bzw. Erwartungen.
Ebenfalls kann es passieren, daß der „Mitschwimmer“ ein Problem mit der Navigation hat. So kommt zu dem „geringen“ Tempo noch „Mehrmeter“ hinzu.
Im Spitzensport (Profi,…) ist dies Rennentscheidend und man fährt und läuft dem Rückstand bis hinter der Ziellinie hinterher.
Lösungsansatz:
Hier muß erstmal das Handling einer Uhr am Beckenrand (natürlich auch am Handgelenk) geschult werden. D.h. Schwimmserien mit zeitlichen- bzw. klar definierten und nachvollziehbaren Intensitäts-/vorgaben. Hier haben sich z.B. prozentuale Vorgaben von Intensitäten anhand eines 400m „all out Test“ bewährt. So erlernst du eine Einschätzung deiner Geschwindigkeit und Belastung. Das ganze sollte in einem „Triathlonschwimmtraining“ ein Standard sein.

„du hast deine innere Stoppuhr in der Hand“

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Swim Science Saturday #2.4

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…wer hat Angst vor’m offenen Gewässer?

#4 Material

Wer kennt sich nicht, die die gerne es auf das Material schieben wenn etwas wieder nicht geklappt hat.
Beim Schwimmen im offenen Gewässer kann „nur“ der Neopren/Wetsuit schuld sein. Hier kann man einen häufig zitierten Satz verwenden: „…dann prüfet wer sich ewig bindet“ Gut ein Neopren ist kein Eheversprechen, aber trotzdem ist ein Test vor dem Kauf zu empfehlen. Hier werden deutschlandweit unterschiedliche „Neopren-Test-Events“ angeboten. Persönlich würde ich maximal drei Modelle/Hersteller testen. Schnell verliert man einen objektiven Eindruck welcher Anzug einem wirklich „passt“. Als Erleichterung empfiehlt es sich sein persönliches Budget vorher festzulegen. Natürlich wird ein „hochpreisiger“ Anzug „leichter“ schwimmen lassen als einer im „unterpreisigen“ Segment. Was aber Grundsätzlich sich nicht deutlich in der Geschwindigkeit niederschlagen wird.
Die Zeiten von schlecht, unflexibelen, mangelende Verarbeitung der Neoprenanzüge ist fast vorüber. So schwamm ich in den 80zigern mit einer „gut“ gemeinten Neoprentechnologie. Diese bestand aus einem durchgehenden Reisverschluss (von Fuß bis Hals), extrem Dicken Neopren im Rückenbereich, spezieller Oberfläche,… . Dieser Anzug war eigentlich unschwimmbar. Durch den durchgehenden Reisverschluss veränderte sich die Passform und „Bewegungsfreiheit“. Man brauchte viel Kraft die Arme nach vorne zu bewegen und der Neopren bestimmte fast wie der Zug unter Wasser verlief. Die „Neoprentechnologie“ im 21Jahrhundert sehr hoch ist. D.h. Flexibilität und Auftrieb sind bei den führenden Hersteller top. Hier spielt dann das persönliche Empfinden, Glaubensfrage, Emotionen,… eine Rolle. Natürlich ist das ganze auch eine Preisfrage.
Trotz der hohen Flexibilität der modernen Neopren besteht beim Schwimmen mit diesen trotzdem ein höherer „Kraftaufwand“. Hinzu kommt die bereits in #3 Örtlichkeit/Location behandelte „Dauerbelastung“.
Darum sind die Grundlagen für schnelle bzw. schnellere Schwimmzeiten die Verbesserung der Beweglichkeit im Schulterbereich und Optimierung der spezifischen und unspezifischen (Krafttraining) Kraft.
Lösungsansatz:
Dieser ist relativ einfach, individuelle und passende Wahl eines Neoprenanzug.
Regelmäßiges Freiwasser-, Beweglichkeits- und Krafttraining

„eine zweite Haut“

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Swim Science Saturday #2.2

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…wer hat Angst vor’m offenen Gewässer?

„ruhig liegt der See“

#2 Örtlichkeit/Location

Es ist relativ Logisch und wohl für jeden Einleuchtend. Im freien Gewässer fehlt der Beckenrand. Hier entfällt ganz einfach das Abstossen von diesem.
Schwimmt man z.B. 1500m im Becken „Zeit“ und das ganze auf einer 25m Bahn so wendet man 45x. Grundsätzlich erreicht ein Schwimmer nach dem Startsprung bzw. nach dem Abstossen die höchste Geschwindigkeit auf der Bahn. Geht man z.B. davon aus, durch die Wende und den explosiven Abstoß 2Sekunden p. Bahn zu gewinnen. So, schwimmt man 2min schneller als wenn man die 1500m am Stück schwimmt.
Nun wird der aufmerksame Leser zu recht feststellen, daß man im offenen Gewässer meist mit einem Neopren schwimmt. Dieser sorgt dann für eine bessere Wasserlage und dadurch auch über theoretisch schnellere Zeiten im Openwater.
Trotzdem kann man sich diesen technischen Vorteil zu Nutze machen?
Man kann es „drehen“ wie man möchte, es fehlt der Beckenrand. Bei jeder Wende bzw. den entsprechenden Abstoß findet eine „kurze Erholung“ statt. Die Arme haben eine zusätzliche Möglichkeit (neben der „Überwasserphase“) sich zu erholen.
Das ganze kann man auch mit dem Radfahren auf der Rolle und dem Radfahren auf der Straße vergleichen. Nur hier ist die erhöhte Belastung eher auf der Rolle (primär Training) als auf der Straße. Auf der Rolle tritt man die ganze Belastung (Dauer/Zeit). Hingegen beim fahren auf der Straße bzw. Gelände gibt es Phasen wo man es „rollen lassen“ kann.
Lösungsansatz:
Um seine Fähigkeiten vom Becken ins Freiwasser zu transformieren hilft nur das Schwimmen/Training im Freiwasser. D.h. sobald es die Wassertemperaturen (mind. 14°Grad) zulassen sollte mind. einmal p. Woche im offenen Gewässer geschwommen werden. Ziel ist hier das Schwimmen ohne Pause. Hier wird neben der muskulären Dauerbelastung noch weitere Freiwasserfähigkeiten für schneller Schwimmzeiten trainiert.

„passt die Wassertemperatur?“

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Swim Science Saturday #2.1

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…wer hat Angst vor’m offenen Gewässer?

„Sprung ins Ungewisse? Schwimmen im offenen Gewässer“

„kennst du das Phänomen, im Schwimmbecken schwimmst du problemlos und gar schnell, aber sobald es in das „offene Gewässer“ geht schwimmst du deutlich langsamer?“

Aber warum ist dies so?

Was ist plötzlich anders?

Dieses Phänomen begegnet mir in der Triathlonsezene besonders häufig. Selbst „gestandene“ Profis ergeht es so.

Welche Faktoren können „verantwortlich“ sein?

Grundsätzlich/es:
Das Element wo wir uns hier bewegen ist Gleich. Wasser hat im Becken und offenen Gewässer die gleiche Konsistenz.
Als versierter bzw. klassischer Beckenschwimmer stellt man schnell fest, ob ein Becken „schnell“ oder „langsam“ ist. Ursache dieses Phänomen die Wassertemperatur und auch die „Härte“ des Wassers. Bestimmt gibt es noch weitere Faktoren wann ein Becken „schnell“ oder „langsam“ ist.
So gibt es z.B. Vorgaben des internationalen Schwimmverband welche Wassertemperatur ein Becken bei Meisterschaft haben muß.

Deine schwimmerischen Fähigkeiten (Technik, Kraft,..) sind im Becken und offenen Gewässer gleich. Du bewegst dich jeweils im gleichen Element, aber was macht nun den Unterschied aus?

„in geregelten Bahnen“

#1 Situation

Du befindest dich im Becken meist im Training. Der Faktor „Rennstress“ fällt hier weg.
Es stellen sich nun folgende Fragen:
„Wie gehst du grundsätzlich mit dem Wettkampfstress um? Ist für dich die Wettkampfsituation neben der körperlichen Anstrengung immer ein extremer Stress?“

Falls, du für dich dies, mit JA beantwortest, sollte dein Ziel sein daran zu arbeiten. Nicht nur, daß du im Wasser dein Potential abrufen kannst, sondern das das dein Gesamtergebnis beeinflusst.

Es gibt unterschiedliche Ansätze daran zu arbeiten. Beginnend sich so oft wie möglich einer Rennsituation zu stellen. Hier reichen kleine „unbedeutende“ Rennen. Dadurch sinkt erstmal der Druck der „Wichtigkeit“ des Wettbewerb. Schritt für Schritt kann man hier die Wichtigkeit erhöhen. Wobei man diese auch „selbstbestimmt“ d.h. einfach ein kleine Rennen für sich wichtig machen. Eine Möglichkeit kann auch eine Rennsimulation in einer Trainingsgruppe im Training sein. Du bestimmst die Wichtigkeit des Rennen bzw. Training und den entstehenden Stress.
Ein weiterer Ansatz sich professionelle Unterstützung zu holen. Hier kann ein Sportpsychologe die notwendigen Skills näher bringen. Gemeinsam werden individuelle Lösungsansätze entwickelt.

„Schwimmstartstress“

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