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…if the heartrate says GO, i GO…

Lesedauer 2 Minuten

heute sind sie an den Handgelenken im Sport und gar im Alltag nicht mehr wegzudenken: Activity Tracker, Smartwatches, Trainingscomputer, Sportuhren, GPS-Uhren,… wie auch immer man sie nennt.
Hierzu gibt es unterschiedlichste Meinungen:
„Ich mache mich nicht zum Sklaven von einer Uhr“ „So etwas brauche ich nicht, habe es im Gefühl was mir gut tut“ … „Ohne kann ich nicht mehr“ „Sie hat mir geholfen Abzunehmen“ „Seit ich so eine Uhr habe bin ich aktiver“ „Treppe statt Aufzug“…
Alle Aussagen treffen zu und haben ihre Berechtigung. Ja, man sollte sich nicht zum Sklaven solch eines Computer machen. Ja, ein gesundes Körpergefühl ist wichtig. Ja, solch eine Uhr kann das Abnehmen unterstützen und erleichtern. Ja, ein Activtiy Tracker sensibilisiert mich die Treppe statt den Aufzug zu nehmen.
Aber erstmal der Reihe nach. Ich nehme sie auf eine kleine Zeitreise mit. Man kann fast sagen, daß ich ein Kind dieser Technologien bin.
1990 schaffte ich eine neue Stufe in meinem Sport zu erklimmen. Ich wurde durch meine sportlichen Leistungen in den damaligen Triathlon-Bayernkader berufen. So kam ich mit dem Thema Herzfrequenzmessung (kurz Hf.messung) in Berührung. Als Mitglied des bay. Kader unterzog ich mich einer sog. komplexen Leistungsdiagnostik (KLD). Diese war bis dato nur Nationalmannschaften vorbehalten. Anhand dieses Test werden u.a. die sogenannten Trainingsbereiche ermittelt. Dh. bei welcher Art von Training man welche Herzfrequenzbereiche (kurz Hf.bereiche) einhalten sollte um den maximalen Trainingserfolg zu erreichen. Z.B. ein Fettstoffwechseltraining findet beim Radfahren bei einer Hf. von 120-130 Schläge pro Minute (S/min) statt. Alles was über bzw. unter diesen Bereich geht, steuert einen anderen Stoffwechsel an und somit wird das Trainingsziel „verfehlt“.
So trainierte ich mit einem Hf.messgerät von Polar (Modell: SPORT TESTER). Hier wurde mir die Hf., Zeit, Zwischenzeiten,.. angezeigt. Distanz, Geschwindigkeitsmessung,… andere Trackingfunktionen waren noch Zukunftsmusik. 1992 hatte ich dann einen meiner größten Erfolge. Durch die Hilfe des gesteuertem Training mittels Hf.messung. Hier beendete ich den damaligen IRONMAN in Roth (heute bekannt unter Challenge Roth) in 8:57,10h. Dies hatte ich keinen Talent zu verdanken, sondern einem strukturierten Training mit Hilfe der Hf.messung und Kontinuität.
Unsere Hf gibt uns eine Rückmeldung über unsere Belastung. Die Hf bietet sich bei einer klassischen Ausdauerbelastung an. Bei Belastungen über kurze Strecken reagiert unsere Hf träge (dies ist einen anderen Blog wert). Aber für den Großteil der Fitness-/Freizeit-/Gesundheitssportler, Ausdauerathleten/innen (Marathon, Triathlon, Radsport,…) ist die Hf.messung erste Steuergröße #1. Bei dem Radsport kommt heutzutage noch die Leistungsmessung hinzu. Hier handelt es sich um ein Zusammenspiel zwischen Herzfrequenz und Leistung (dies ist einen weiteren Blog wert)

…wie alles begann… (Part 1)

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POLAR Sport Tester
Polar Sport Tester

Ich möchte dich auf meinen Weg zu Training mit Herzfrequenzmessung, Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung mitnehmen.

Viel Spaß


Seit 1984 bin ich Triathlet. In den ersten Jahren dieser Sportart trainierte man nach „Gefühl“, gerne auch nach dem Prinzip „trial and error“. Schon damals zahlte sich Kontinuität aus. So entwickelte sich auch meine Leistung und ich wurde nach und nach besser, schneller. Ein Trainingstagebuch führte ich bereits Mitte der 80er Jahre (dies ist einen weiteren Blog wert), hier notierte ich Dauer, Umfang und teilweise die Zwischenzeiten einzelner Trainingseinheiten. Ende der 80er Jahre war mein klares Ziel, in den Bayernkader zu gelangen. Hierzu musste ich bei ausgewählten Wettbewerben in die Top 10 kommen, um an entsprechende Punkte zu gelangen. 1990 war es dann soweit, meine Zielstrebigkeit machte sich bezahlt und ich schaffte den Sprung in den Bayernkader. Hier war damals Roland Knoll aktiv (ehem. deutscher Triathlon Meister und Bundestrainer).

In den 90er Jahren begann im Triathlon das Zeitalter der Herzfrequenzmessgeräte und der Leistungsdiagnostik. Das Ganze wurde auch durch die „Wende“ vorangetrieben. Ehem. Trainer und Sportwissenschaftler kamen in den Westen und öffneten sich dem „breiten“ Markt. Da Triathlon schon immer offen für unterschiedliche Innovationen war, sprangen viele Top-Athleten auf dieses Angebot an. Die Galionsfigur im Bereich Triathlon und Herzfrequenzmessung war Pauli Kiuru. Der Finne wurde damals von der Firma Polar unterstützt. Diese entwickelte bereits Anfang der 80er Jahre (dies ist einen weiteren Blog wert) den ersten „portablen“ Herzfrequenzmesser.
Innerhalb des bayrischen Triathlonverbands wurde die Kooperation mit einem (vielleicht auch dem ersten) leistungsdiagnostischen Institut aufgenommen. Diese befand sich unter dem Namen MEDI SPORT (später Predia Sport) in Regensburg. Alle Mitglieder des Bayernkader kamen nun in den Genuss einer leistungsdiagnostischen Betreuung. Dies war bisher nur den nationalen Kadern vorbehalten.
So kam auch ich Ende 1990 erstmals mit Begrifflichkeiten wie Trainingssteuerung, Leistungdiagonstik, Rahmentrainingsplan, Parameter, Grundlagentraining, Kraftausdauer,… in Berührung.
Da saß der frisch formierte Bayernkader ’91/’92, wie Schulkinder am ersten Schultag und lauschte gebannt (oder auch überfordert) den Formulierungen zum Thema „Training“ von Thomas Gleißner. Einige, u.a. auch Roland Knoll, arbeiteten bereits mit dem Team von MEDI SPORT zusammen. Ein weiterer Nutzer war Dirk Aschmoneit (German Rambo).
Für mich war das ganze zu Beginn eher „ein böhmisches Dorf“.
Im nächsten Schritt der Betreuung folgte die KLD (komplexe Leistungsdiagnostik). Ein Stufentest mit einer Atemgasanalyse (Spiroergometrie). Hierbei wird die Leistungsfähigkeit in Trainingsbereichen, „Stärken“ u. „Schwächen“,… ermittelt und noch heute ist die „Stunde der Wahrheit“ (auch wenn es hierzu „Weiterentwicklungen“, Ansätze,… gibt) von Sportler gefürchtet.
Weiterlesen im nächsten Blog „stay tuned„….