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Swim Science Saturday #2.7

Lesedauer 2 Minuten

…wer hat Angst vor’m offenen Gewässer?

„Schwimmen ist balancieren im Wasser“ (Tilmann Baum)

#7 Stabilität

Eine alte Trainerweisheit sagt: „Ein erfolgreicher Athlet kommt aus der Mitte“. Aber warum brauche eine gute Rumpf/Rücken Stabilität für das Schwimmen mit Neopren im offenen Gewässer? Eine stabile/kräftige Corestabilität ist Grundsätzlich wichtig. Dies schützt u.a. vor Verletzungen, lässt uns auf dem Rad hohe Widerstände (verletzungsfrei) treten oder bei dem abschliessenden Lauf eines Triathlon noch unser läuferisches Potential entfalten.
Beim Schwimmen sorgt ein stabiler Rumpf/Rücken für eine „bessere“ Wasserlage („long boats are faster“). Dies ist ein Garant für ein schnelleres Schwimmen. Im freien Gewässer hat eine hohe Stabilität den Vorteil, daß bei unruhigen Wasser der/die Schwimmer:in ruhiger im Wasser liegt. Je instabiler man ist desto leichter machen Wellen mit einem was sie wollen. So wird man zum „Spielball“ der Welle. Natürlich ist dies eher im Meer der Fall. Trotzdem darf man Wellen im Seen nicht unterschätzen.
Ebenfalls ist man immer im Vorteil bei einer stabilen Muskulatur im Rumpf/Rücken bei dem „Neopren-Verbot“ (z.B. hohe Wassertemperatur). Der Neopren dient in erster Linie als Kälteschutz. Als positiver Nebeneffekt ist der Auftrieb zu sehen. In den letzten Jahren haben sich die Rennen (Triathlon) mit einem „Neopren-Verbot“ gehäuft. Ob mit oder ohne Kälteschutz geschwommen wird liegt nicht in unserer Macht. Wir können aber alles dafür tun uns nicht von dieser „Unbekannten“ abhängig zu machen.
Lösungsansatz:
Regelmäßiges Rumpf/Rückentraining sorgt für einen stabile Core-Musklatur. Hier reichen einfache Übungen aus. Die Übungen können „überall“ problemlos durchgeführt werden. Z.B. vor dem Fernseher, kurz vor dem Schwimmtraining (perfektes Warm up Programm), kurz nach dem Aufstehen,… . 3-4x pro Woche á 15min wirken schon „Wunder“.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist core-4804657_1920-1024x683.jpg
„Stabilität ist die Grundlage für alle Sportarten“

Für mehr Informationen, Unterstützung,… kannst du mich gerne kontaktieren: kontakt@tillytreetraining.de

…in der kommenden Woche geht es in der achtteiligen Reihe weiter..
.. stay tuned…

…wie alles begann (Part 2)

Lesedauer 2 Minuten

Nach dem ersten theoretischen Kontakt mit (m)einer „neuen“ Ära von Training nahm ich im November 1990 an meiner ersten KLD  teil. Zu diesem Zeitpunkt war die sog. AMERICAN POSITION en Vouge. Diese Sitzposition war radikal nach „vorne“ gewandt. Der Radfahrer (Triathlet) saß primär auf der Sattelnase. Es gab zu diesem Zeitpunkt auch Sattelstützen die diese Position unterstützten. So wurde die KLD in der AMERICAN POSITION und auch in der „Standard“ Triathlon-Position durchgeführt. Man wollte herausfinden, welche für den Sportler am effektivsten war bzw. mehr Leistung zuliess. In meinen Fall gab es keinen deutlichen Vorteil.
Zu der KLD lässt sich sagen, daß diese immer die „Stunde der Wahrheit“ war und von mir (denke auch von anderen) härter als jeder Wettkampf empfunden wurde. Dies änderte sich auch in den folgenden Jahren nicht mehr. Meine Ergebnisse waren im Verhältnis meiner Kaderkollegen eher im unteren Drittel.
Eine Erkenntnis die ich zu der KLD in den folgenden Jahren machte, war: TEST und WETTKAMPF sind zwei unterschiedliche Schuhe. Nach meinen Körper- bzw. Leistungsdaten, wäre ich bei dem einen oder anderen Rennen, deutlich hinter leistungsstärkeren Athleten gewesen. Dies war nicht immer der Fall. Im Wettkampf konnte ich immer wieder über mich hinauswachsen (das ist einen weiteren Blog wert).


Anhand meiner Leistungsdaten erhielt ich meinen ersten „strukturierten“ Trainingsplan. Dieser war gekennzeichnet mit Herzfrequenz-, Intervall- und Dauer-,.. vorgaben.
So machte ich mich brav ans Werk und erfüllte die Vorgaben nach bestem Wissen und Gewissen. Ich ging davon aus dass, wenn ich alles 1:1 erfüllte, sich der Erfolg/Fortschritt einstellen würde. Die kommende KLD sollte zeigen, daß ich mich getäuscht hatte. Hier gab es im Februar ’91 keine deutliche Verbesserung meiner Leistung. Dies fühlte sich an, als hätte ich die schlechteste Zensur in einer Prüfung erhalten.
Nun stand das erste „gesteuerte“ Trainingslager mit dem bay. Kader auf Mallorca an. Dies sah ich wohl zu locker, neben dem Training tauchte ich auch fleissig ins Nightlife ein. Während meine Teamkollegen regenerierten trieb ich mich in den Discotheken herum. Mein Training führte ich trotzdem durch und erhoffte mir für die „letzte“ KLD der Saison ’91 bessere Ergebnisse. Zwischen Hoffen und Wirklichkeit ist ein großer Unterschied. Auch die KLD nach dem Trainingslager und direkt vor der Wettkampfsaison war niederschmetternd. Ich hatte alle Vorgaben im Training erfüllt und trotzdem gab es keine Entwicklung.
Woran lag das? stay tuned…
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…wie alles begann… (Part 1)

Lesedauer 2 Minuten
POLAR Sport Tester
Polar Sport Tester

Ich möchte dich auf meinen Weg zu Training mit Herzfrequenzmessung, Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung mitnehmen.

Viel Spaß


Seit 1984 bin ich Triathlet. In den ersten Jahren dieser Sportart trainierte man nach „Gefühl“, gerne auch nach dem Prinzip „trial and error“. Schon damals zahlte sich Kontinuität aus. So entwickelte sich auch meine Leistung und ich wurde nach und nach besser, schneller. Ein Trainingstagebuch führte ich bereits Mitte der 80er Jahre (dies ist einen weiteren Blog wert), hier notierte ich Dauer, Umfang und teilweise die Zwischenzeiten einzelner Trainingseinheiten. Ende der 80er Jahre war mein klares Ziel, in den Bayernkader zu gelangen. Hierzu musste ich bei ausgewählten Wettbewerben in die Top 10 kommen, um an entsprechende Punkte zu gelangen. 1990 war es dann soweit, meine Zielstrebigkeit machte sich bezahlt und ich schaffte den Sprung in den Bayernkader. Hier war damals Roland Knoll aktiv (ehem. deutscher Triathlon Meister und Bundestrainer).

In den 90er Jahren begann im Triathlon das Zeitalter der Herzfrequenzmessgeräte und der Leistungsdiagnostik. Das Ganze wurde auch durch die „Wende“ vorangetrieben. Ehem. Trainer und Sportwissenschaftler kamen in den Westen und öffneten sich dem „breiten“ Markt. Da Triathlon schon immer offen für unterschiedliche Innovationen war, sprangen viele Top-Athleten auf dieses Angebot an. Die Galionsfigur im Bereich Triathlon und Herzfrequenzmessung war Pauli Kiuru. Der Finne wurde damals von der Firma Polar unterstützt. Diese entwickelte bereits Anfang der 80er Jahre (dies ist einen weiteren Blog wert) den ersten „portablen“ Herzfrequenzmesser.
Innerhalb des bayrischen Triathlonverbands wurde die Kooperation mit einem (vielleicht auch dem ersten) leistungsdiagnostischen Institut aufgenommen. Diese befand sich unter dem Namen MEDI SPORT (später Predia Sport) in Regensburg. Alle Mitglieder des Bayernkader kamen nun in den Genuss einer leistungsdiagnostischen Betreuung. Dies war bisher nur den nationalen Kadern vorbehalten.
So kam auch ich Ende 1990 erstmals mit Begrifflichkeiten wie Trainingssteuerung, Leistungdiagonstik, Rahmentrainingsplan, Parameter, Grundlagentraining, Kraftausdauer,… in Berührung.
Da saß der frisch formierte Bayernkader ’91/’92, wie Schulkinder am ersten Schultag und lauschte gebannt (oder auch überfordert) den Formulierungen zum Thema „Training“ von Thomas Gleißner. Einige, u.a. auch Roland Knoll, arbeiteten bereits mit dem Team von MEDI SPORT zusammen. Ein weiterer Nutzer war Dirk Aschmoneit (German Rambo).
Für mich war das ganze zu Beginn eher „ein böhmisches Dorf“.
Im nächsten Schritt der Betreuung folgte die KLD (komplexe Leistungsdiagnostik). Ein Stufentest mit einer Atemgasanalyse (Spiroergometrie). Hierbei wird die Leistungsfähigkeit in Trainingsbereichen, „Stärken“ u. „Schwächen“,… ermittelt und noch heute ist die „Stunde der Wahrheit“ (auch wenn es hierzu „Weiterentwicklungen“, Ansätze,… gibt) von Sportler gefürchtet.
Weiterlesen im nächsten Blog „stay tuned„….