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…Reframing…

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Corona war und ist für einige Sportarten ein einzigartig, tief einschneidendes Erlebnis. Keinerlei Wettbewerbe, Turniere oder Rennen, eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten. 

Aber ist das ganze wirklich so einzigartig? Global gesehen JA, aber für einen einzelnen Sportler evtl. NEIN.
Wer war schon einmal verletzt, krank,…? In solch einer Situation muß man als Sportler/Athlet auch umdenken und nach Alternativen suchen.

In den 2000ern befand ich mich bereits in solch einer Situation. Einen Tag vor einem geplanten Trainingscamp brach ich mir beim Laufen einen Mittelhandknochen. Eine unkonzentrierte Phase eines Dauerlaufes und die letzte Eisplatte im Wald brachten mich zu Fall. Ergebnis war ein Gipsarm und das Trainingslager in bella Italia war Geschichte. Alle Engelszungen bei dem behandelnden Arzt mir einen „fahrradfreundlichen“ Gips zu verpassen waren erfolglos.
Ich sah meine sportliche Arbeit des Winter für „umsonst“. Alles für die Katz und die Saison mit zwei geplanten Langdistanz-Highlights dahin schwinden. Nach ein paar Tagen hatte ich mich gefangen und einen alternativen Plan entwickelt um trotzdem das große Ganze zu erreichen.
Laufen konnte ich mit einem Gips und Radfahren auf der fixen Rolle in der Aeroposition ging auch. Ein Trainingslager wurde einfach für einen späteren Zeitraum angesetzt.
Im Detail bedeutete das z.B.: 60min Rolle + 60+min Laufen + 60min Rolle. So war das klassische Basis-Training abgedeckt. Einmal in der Woche führte ich je ein intensives kraftorientiertes und ein intensives Pacing-Training durch.
In regelmäßigen Abständen lies ich meinen Gips wechseln ;). Nach 6 Wochen war dieser Spuk zu Ende und ich musste feststellen, wie schnell man sich an neue Situationen anpassen kann. 
Mein erste Schwimmeinheit fühlte sich noch ungewohnt an, aber schnell fand ich mein Wassergefühl wieder. Ich führte ein verkürztes Trainingslager durch und schon bei den ersten intensiven Kontrolleinheiten zeigte sich eine sehr gute Form.
Untermauert wurde das Gefühl in Form zu sein bei meinem ersten Wettkampf. Hier konnte ich im Wasser mich deutlich vom Feld absetzen. Nach 1500m hatte ich einen Vorsprung von 2min, was bei einem Kurztriathlon eine Welt ist. Ich lief hier als Gesamtdritter über die Ziellinie.
Bei meinem Langdistanz-Highlight hatte ich hingegen nicht meine besten Tage. 

Fazit:
Diese Erfahrung zeigte mir deutlich: JA es ist frustrierend, unschön,… wenn man als Sportler/Athlet seine geplanten Bahnen verlassen muß. Es gibt aber immer Alternativen um das Beste aus dieser Situation machen zu können.  Obwohl ich damals nicht schwimmen konnte, trainierte ich mein Herzkreislaufsystem und mein „Motor“ war für den Wiedereinstieg bereit.